EVONIK WILL steag-TOCHTER VERKAUFEN

Um die mögliche Abwicklung des Bergbaus und die dauer-hafte Sicherstellung der zentralen Wasserhaltungen auf ehem. Schachtanlagen finanzieren zu können, braucht die RAG-Mutter Evonik Mrd. EUR an Geld. Da der geplante Börsen-gang aufgrund der Wirtschaftskrise bisher nicht geklappt hat, plant Evonik nunmehr, sich von seinem Tafelsilber zu trennen. Zunächst in Form einer Beteiligung verschiedener Stadtwerke aus dem Revier an der steag-Tochter. Die steag wird auf einen Wert von rd. 4 Mrd. EUR geschätzt. Ende September 2010 wird Evonik über die Gebote der Stadtwerke entscheiden. Durch die Beteiligung an dem Kohleverstromer steag würde sich die Wettbewerbssituation der Stadtwerke wieder verbessern, nachdem bereits 1998 das Sterbeglöcklein für die meisten Stadtwerke läutete. Durch die neue NRW-Landesregierung könnten die Stadtwerke ebenfalls wieder Rückenwind erhalten, da diese die CDU/FDP-Politik "Privat vor Staat" zurückdrehen will und das Kommunalwirtschaftsrecht zugunsten der Stadtwerke neufassen möchte. Welche Vorteile der Verbraucher davon haben wird, dürfte wie immer ziemlich klar sein: wenig.
vgl. hz. a. WAZ vom 9.7.2010 und Revierkohle vom 8.08.2010
