20 %
Preissteigerung innerhalb eines halben Jahres
Die Preisschübe am Stahlmarkt entwickeln sich zum Problem für die Autoindustrie. Innerhalb eines halben Jahres ist der Preis für eine Tonne Stahl um 20 % nach oben geschossen. Zwischenzeitlich lag der Preis bei 600 EUR je Tonne. Da Stahl auch in Zukunft der wichtigste Werkstoff zur Herstellung von Autos bleiben wird, müssen die Hersteller genau überlegen, welchen Materialeinsatz sie sich noch leisten können. Diese Überzeugung vertritt z.B. der Einkaufschef von Audi, Ulf Berkenhagen. Drei Minenkonzerne hatten im Frühjahr eine Preiserhöhung für den Grundstoff Eisenerz durchsetzen können. Mit fatalen Folgen für den Weltmarkt. Die Autobauer versuchen zwar, den Anteil an Stahl in den Autos zu reduzieren und kostengünstigere Materialien wie Aluminium und Kohlenstofffaser einzusetzen, dies gelingt aber noch nicht in der Massenfertigung, sondern nur bei Oberklassefahr-zeugen, da Carbon z.B. 15 mal so teuer ist wie Stahl. Ein Auto, welches vollständig aus Carbon hergestellt ist, kostet rd. 70.000 EUR. Stahlfreie Autos wird es also auch in Zukunft nicht so schnell geben. Das kommt natürlich auch der heimischen Kokskohlenproduktion zugute. Die Kokskohle ist ein wichtiger Bestandteil zur Erzeugung von Stahl.
vgl.hz.a. Financial Times Deutschland vom 3.9.2010 und Revierkohle vom 4.9.2010
