
Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr wird den Stromerzeuger Steag übernehmen
Mit der Unterzeichnung eines Vertrages zwischen Evonik und dem Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr ist der Verkauf der 51 %-Anteile am Stromerzeuger steag fast perfekt. Unter dem Konsortialführer Stadtwerke Duisburg entsteht damit ab 2011 ein neuer Stromanbieter, der den Energieversorgern in NRW Konkurrenz machen soll. Das endgültig grüne Licht will der Envoik-Aufsichtsrat im Januar geben. Mit einem Kaufpreis von 649 Mio. EUR gehen die Stadtwerke in eine Offensive gegen die großen Stromabieter Vattenfall, E.ON, RWE und EnBW. Bis zu 90 % der Endkunden auf dem lokalen Markt der Stadtwerke könnten somit von dem neuen Stromanbieter versorgt werden. Ganz so einfach ist es aber nicht. Schließlich gibt es Lieferverträge u.a. zwischen der steag und RWE. RWE kauft bisher den Hauptteil des steag.Stroms. Die Mitbieter EnBW und die tschechische EPH schieden bereits im Nov. aus der Bieterrunde aus. Der badenwürttembergische Versorger EnBW soll an dem im Bau befindlichen neuen Steinkohlekraftwerk auf dem Gelände des 2009 stillgelegten Bergwerks Walsum interessiert gewesen sein. Evonik hatte das EnBW-Angebot jedoch als zu schlecht eingestuft. Ab 2014 will Envonik weitere Anteile an der steag und 2016 die restlichen Anteile verkaufen.
vgl.hz.a. handelsblatt v. 13.12.2010 und financial times vom 06.12.2010 sowie strompreisvergleich vom 23.12.2010
