
RAG-Stiftung stimmt dem Verkauf zu
Am 14.01.2011 fielen die Würfel. 51 % der Steinkohle-Kraftwerkstochter steag werden an das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr verkauft. Konsortialführer ist die Stadt Duisburg. Nachdem die Evonik in 2009 dramatische Verluste um -21 % einfuhr und das Konzernergebnis auf 43 Mio. EUR sank, mußte Evonik-Chef Dr. Klaus Engel auf Geheiß des Eigentümers in Gestalt des RAG-Stiftungschefs Bonse-Geuking die Reißleine ziehen. Dies geschah in 2010 auf verschiedenen Ebenen mit dem Ziel, Evonik als reines Spezialchemie-unternehmen am Markt zu positionieren. Daher wurde zwischenzeitlich auch der Verkauf des Immobiliengeschäfts an die Treuhandanstalt für bergmännische Wohnstätten (THS) in Gelsenkirchen beschlossen. Nunmehr wird das Traditionsunternehmen mit zahlreichen Kraftwerken im Revier, in Deutschland und im Ausland dem Konsortium von 10 Stadtwerken im Revier gehören. Sie wollen mit dem Kauf von steag zum größten kommunalen Versorgungsunternehmen Deutschlands aufsteigen. Dafür waren sie bereit, 649 Mio. EUR auf den RAG-Stiftungstisch zu legen. Die RAG-Stiftung braucht das Geld dringend, da sie nach dem Auslauf des deutschen Steinkohlenbergbaus in 2018 für die Ewigkeitslasten des Bergbaus und für die zentrale Wasserhaltung, die auf 8 Schachtstandorten auch nach 2018 weiter betrieben werden muß, aufkommt. Nach einer Haltefrist von 5 Jahren kann das Stadtwerke-Konsortium auch die restlichen 49 % von steag zu einem Preis von 594 Mio. EUR erwerben. Damit wäre dann bei Evonik das Kapitel Energieversorung endgültig abgeschlossen.
vgl. hz.a. Handelsblatt v. 14.1.2011, financial-times-deutschland vom 14.1.2011 und Revierkohle vom 14.01.2011
