Folgen der Kernkraftwerksabschaltungen
Der Chef der Bundesnetzagen
tur, Matthias Kurth, befürchtet aufgrund der beschlossenen Stilllegung von 8 Kernkraftwerken bei einem strengen Winter einen Engpass in der Stromversorgung. Damit stellte sich Kurth auf die Seite der Energieversorger, die ebenfalls mit einer Stromknappheit im Winter rechnen. Um eine Stromlücke in Süddeutschland, wo die meisten Kernkraftwerke stehen, zu vermeiden, zogen die Netzbetreiber, RWE-Amprion und EnBW-Netze auch die Abschaltung von Strom bei Großkunden in Betracht. Durch den Wegfall der Atommeiler würden in Süddeutschland rd. 2000 Megawatt-Leistung fehlen. Das entspräche der Leistung von zwei AKW´s. Offen ist noch, ob bis 2013 ein oder zwei Meiler im "Stand-By-Betrieb" am Netz bleiben sollen. Durch die Stillegung der AKW´s Biblis A und B, Philippsburg 1, Neckarwestheim 1 und Isar 1 sowie Krümmel fehlen zur Zeit 8.500 Megawatt Strom, betonte Kurth gegenüber der Presse. Da Steinkohle nicht strahlt und in ausreichendem Masse in Deutschland noch vorhanden ist, stellt sich die Frage, warum die Bundesregierung angesichts der erwarteten Engpässe an Ihrem unsinnigen Ausstiegsbeschluß aus der Steinkohlenförderung 2018 festhält. Eine vernünftige, d.h., nachvollziehbare Begründung gibt es leider nicht.
vgl. hz.a. WAZ vom 12.7.2011, Der Spiegel, 33 KW, Financial Times, Handelsblatt vom 27.5.2011 und Revierkohle vom 13.8.2011
