RWE-Versuchsanlage reduziert den Co2-Ausstoß um 90 %
In Bergheim bei Niederaußem ist eine Pilotanlage zur massiven Treibhausgasverringerung in Betrieb gegangen. Die 9 Mio. EUR teure Pilotanlage ist in der Lage, 90 % des produzierten Kohlendioxids aus dem Rauchgas zu filtern. Die in Niederaußem eingesetzte Technik wurde von den Firmen BASF, RWE und Linde entwickelt. Die Anlage kann rd. 300 Kilogramm Kohlendioxid pro Stunde aus dem Rauchgas abscheiden. Der Versuchsbetrieb wird bis Ende 2010 laufen. Danach will RWE über den Bau einer größeren Demonstrationsanlage ent-scheiden. Die Technik kann auch in bestehenden Altanlagen nachgerüstet werden. Neben dem Einsatz in Braun-und Steinkohlenkraftwerken ist die neue Technik auch in der Chemie-,Zement sowie der Eisen-und Stahlindustrie verwendbar. Aber die Pläne von RWE gehen noch weiter. Das Unternehmen untersucht zusammen mit der chemischen Industrie, inwieweit man das Treibhausgas Co2 nicht nur unterirdisch abscheiden, sondern auch verwerten kann. Auf dem RWE-Werksgelände in Niederaußem ist deshalb auch eine weitere Versuchsanlage gebaut worden, in der Algen mit Co2 gefüttert werden. Ob das Co2 den Algen auch in großen Mengen schmeckt, weiß man noch nicht. RWE hofft, daß das erste Co2freie Kohlekraftwerk 2015 in Betrieb gehen kann. Damit wäre dann endgültig bewiesen, daß es zwischen Umweltschutz und fossiler Energieverbrennung keinen Gegensatz mehr gibt. Wir hätten damit gleichzeitig unseren Gegnern aus den Reihen von Greenpace, BUND u.a. sog. Umweltschützern den Wind aus den Segeln genommen.Â
vgl. hz. auch Handelsblatt vom 18.8.09 und Revierkohle vom 7.9.09
