Dienstag, den 06. Oktober 2009 um 11:16 Uhr

Teurer Solarstrom ersetzt kein Kohlekraftwerk

Artikel bewerten
(0 votes)

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben warnt vor überzogenen Erwartungen

Teure und hochsubventionierte Solaranlagen können den Kohlestrom auf absehbare Zeit nicht ersetzen. Das ist die Überzeugung von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU!). Während in NRW pro Jahr rd. 150 Mrd. Kilowattstunden Strom aus Kohle produziert wird, beträgt die Produktion aus Solarstrom nur schlappe 0,3 Mrd. Kwh Strom pro Jahr. Wird aber mit über 7 Mrd. EUR pro Jahr subventioniert. Zum Vergleich die hochproduktive Steinkohle: diese erhielt nur noch 2,4 Mrd. EUR an Subventionen in 2009. Ein NRW-Haushalt zahlt im Durchschnitt rd. 21 Cent für die Kilowattstunde Strom. Betreiber von Solaranlagen kassieren vom Staat dank großzügiger Unterstützung 43 Cent Einspeisevergütung lt. EEG. Die Mehrkosten werden wie immer  auf die Stromverbraucher abgewälzt. Das macht im Jahr rd. 49 EUR an Mehrkosten pro Haushalt. Laut Institut für Wirtschaftsforschung (IW) müssen Stromkunden für die bis 2013 installierten Anlagen in den nächsten 20 Jahren rd. 77 Mrd. EUR Solar-Vergütung zahlen. Dabei werden aber gerade einmal 14 % Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen. Jetzt fordern die Grünen sogar einen Ausbau um 22 % für Solaranlagen bis 2020. Unter Berücksichtigung des zu erwartenden Anstiegs der Arbeitslosigkeit in NRW und der hohen Haushaltsverschuldung machen diese wenigen Zahlen deutlich, daß es an dem bisher prakizierten und vernünftigen Energiemix aus Kohle, Gas und regenerativer Energien keinen Weg vorbei gibt. Sollte es beim Atomausstieg bleiben, was wir uns von Revierkohle natürlich wünschen, würde der Bedarf an Kohle sogar noch um rd. 12 % steigen.

vgl. hz.a. WAZ vom 6.10.09 und Revierkohle vom 7.10.09    

Letzte Änderung Mittwoch, den 25. November 2009 um 13:03 Uhr
nach oben