Trotz aller Sicherheitsbedenken
Obwohl kein Jahr ohne meldepflichtige Störungen vergeht, die Entsorgung von atomaren Brennstäben immer noch nicht gelöst ist, ein Schutz der Bevölkerung vor Terrorangriffen so gut wie nicht besteht und im Umkreis von AKW´s sogar die Krebserkrankungsraten erhöht sind, hat die CDU-FDP-Regierung eine Verlängerung für den Betrieb von Atomkraftwerken beschlossen, soweit sie verpflichtenden Sicherheitsstandards entsprechen. Genau das ist aber nicht der Fall, wie die jüngsten Informationen über nicht komplett ausgetauschte Versorgungsrohre für die Notfallkühlung im RWE- Kernkraftwerk Biblis und über erneute Störungen beim Pannenreaktor Krümmel zeigen. Für die AKW-Betreiber RWE, E.ON und EnBW geht es allerdings nicht so sehr um Versorgung und Sicherheit, sondern um "Kohle." Eine Verlängerung um 25 Jahre würde den Energiemonopolisten rd. 200 Mrd. EUR Mehreinnahmen bescheren. Die möchte man sich natürlich nicht entgehen lassen. 40-50 Mrd. EUR sollen in den Ausbau erneuerbarer Energien davon eingezahlt werden, wenn es nach dem Willen von CDU-Franktionschef Volker Kauder geht. Unterdessen machen unsere Freunde von der Umweltschutzfront gegen die Laufzeitverlängerung mobil.
vgl. hz. WAZ v. 22.10.09, Berliner Zeitung vom 17.9.09, Focus vom 04.10.09 und ARD vom 23.10.09
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