E.ON Steinkohle-Kraftwerk soll gerettet werden
Der NRW-Landesentwicklungsplan soll geändert werden, da er sich im Hinblick auf die Genehmigung von Industrieansiedlungen als zu restriktiv erwiesen hat. Eine Folge dieses Planes war, daß der Neubau des E.ON Steinkohlekraftwerkes in Datteln aufgrund bestimmter Umweltauflagen, die bei den Planungen nicht hinreichend beachtet wurden, vor dem Aus stand. Gerichte verfügten zunächst einen Baustopp, den die Landesregierung zwischenzeitlich aber wieder aufhob. (siehe) Nun sollen bestimmte Klimaschutzregelungen aus dem Gesetz gestrichen werden. Das würde den Neubau retten. Die Grünen kritisierten wie üblich dieses Vorhaben und unterstellten, die Landesregierung würde sich vor den Karren von E.ON einspannen lassen. Revierkohle befürchtet, daß derlei Polemik die Bevölkerung beeindrucken könnte. Es muß daher verhindert werden, daß sich ein Klima der Abwehr gegen jeden Kraftwerksneubau etabliert und damit den Industriestandort NRW gefährden könnte. Es kann nicht nur eine Förderung und Akzeptanz von regenerativen Energieträgern geben, sondern die Politik, die Medien und die Energieunternehmen müssen wieder stärker die Wichtigkeit des fossilen Energieträgers Steinkohle betonen.
Die meisten Experten sind sich darin einig, daß es mittelfristig ohne Kohle nicht geht. Das sollte in der veröffentlichten Meinung auch stärker zum Ausdruck komnmen. Neue Kraftwerke bedeuten im übrigen immer auch eine erhebliche Reduzierung des Co2-Ausstoßes, da durch den Technikfortschritt weniger Kohle verbraucht wird. Das Kohlekraftwerk der Zukunft wird zum Umweltschutz nicht mehr im Widerspruch stehen, da es klimafreundlich CO2-frei produzieren wird. Die Technologie hierzu steht bereits in den Startlöchern. Sie heißt CCS. ( Carbon, Capture and Storage) Geben wir ihr eine Chance.
vgl. hz.a. WAZ v. 03.12.09
