Stadtwerke schmieden Anti-Atom-Allianz
Gegen die geplante Laufzeitverlängerung als auch gegen die Erforschung des Salzstockes Gorleben regt sich vehementer Protest. Nicht nur aus der traditionellen AKW-Bewegung heraus, sondern jetzt auch von Seiten zahlreicher Stadtwerke. 150 Stadtwerke drängen die Bundesregierung, die Laufzeitverlängerung zu stoppen, andernfalls wollen sie geplante Investitionen einfrieren. Die Drohung hat u. U. Gewicht, da die Stadtwerke derzeit rd. 10 % des Stroms in der BRD erzeugen. Der Gesetzgeber müsse, so die Stadwerke in einem Referendum, über strukturelle Markteingriffe nachdenken und die Kernkraftwerksbetreiber dazu verpflichten, alte Kohlekraftwerke in dem Umfang stillzulegen, wie alte AKW´s länger am Netz bleiben. Unterstützung erhalten die Stadtwerke vom Lobby-Verband VKU, in dem 800 Stadtwerke zusammengeschlossen sind. Revierkohle stellt in diesem Zusammenhang klar, daß es keinen Sinn macht, eine Stromerzeugungsart gegen die andere zugunsten eigener Interessen auszustechen. Die Kohle ist strahlungs- und in Zukunft durch CCS-Technologie auch C02-frei. Anders die Atomkraft: die umweltneutrale Entsorgung der Brennstäbe ist seit Jahrzehnten nicht gelöst und stellt für die Menschen eine echte Bedrohung dar. Stadtwerke leisten mit ihren dezentralen Gas-und Bio-Blockheizkraftwerken zwar einen umweltschonenden Beitrag im Rahmen der Klimaverbesserung und der Reduzierung von C02, haben aber nicht die Kapazitäten, den Versorgungsbedarf für die gesamte Bundesrepublik jederzeit sicherstellen zu können. Das können nun einmal nur große Kraftwerke. Und die werden auch in Zukunft auf Kohlebasis Strom produzieren.
vgl. hz. a. Der Spiegel vom 12.3.2010, Revierkohle vom 16.03.2010