Umweltminister Röttgen depütiert 
CDU-Umweltminister Norbert Röttgen hatte noch im Februar 2010 für einen Ausstieg aus der Atomkraftwerkswirtschaft geworben und erntete dafür auch von der Opposition Anerkennung. Aber auch dieser Ausstieg war schon ein erneuter Kniefall vor der Atomlobby, denn der von Röttgen geforderte Ausstieg sah eine Verlängerung von 8 Jahren vor, obwohl der Ausstieg eine Restlaufzeit für die gefährlichen AKW´s von maximal 32 Jahren für das letzte Atomkraftwerk beschlossene Sache ist. Das atomfreundliche Unionlager konnte nun einen Sabotageerfolg erzielen, indem die Regierung genötigt wurde, ein Szenario zu entwickeln, daß eine Laufzeitverlängerung von 28 Jahren vorsieht. Die Gesamtlaufzeit aller Meiler würde sich dadurch auf 60 Jahre erhöhen. Kein Teilnehmer der CDU-Wirtschaftspolitiker hat im Fraktionsvorstand Partei für Umweltminister Röttgen ergriffen, so Mittelstandspolitiker Michael Fuchs (CDU).
Für die Gegner einer Verlängerung der AKW´s dürfte klar sein, daß sie sich in Zukunft noch vehementer für einen Ausstieg aus der Atomkraft engagieren werden.
vgl.hz.a. focus-online vom 27.04.010 und Hamburger Abendblatt vom 27.03.010 sowie Revierkohle vom 29.03.010
