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Dienstag, den 24. November 2009 um 10:44 Uhr

Abschied von den Stromnetzen

Vattenfall will und E.ON hat bereits verkauft

Nachdem der Stromversorger E.ON sein 11.000 km langes Hochspannungsnetz für rd. 1,1 Mrd. EUR an den holländischen Betreiber TENNET verkauft hat, hat Konkurrent Vattenfall das Bieterverfahren erneut eröffnet, weil für den beabsichtigten Verkauf des 9.700 km langen Stromnetzes "nur" rd. 500 Mio. EUR geboten wurden. Für Vattenfall zu wenig. Die beiden Konzerne erzielen mit dem Betrieb und dem Unterhalt des Netzes keine großen Renditen und außerdem wollen sie einer möglichen Enteignung wegen der marktbeherrschenden Stellung durch die Bundesnetzagentur und den Forderungen der EU-Wettbewerbskommission zuvorkommen. Die Platzhirsche RWE und EnBW sehen das zur Zeit noch etwas anders und halten deshalb an der Einheit von Produktion, Vetrieb und Transport fest. Der radikale Gesinnungswandel bei E.ON und Vattenfall kommt allerdings nicht von ungefähr. Er hängt wie immer mit der Eigenkapitalrendite zusammen. Und die ist bei der Netzbewirtschaftung durch die Bundesnetzagentur auf 7,6 % für Altanlagen und bei Neuinvestitionen auf 9,0 % gedeckelt. Logisch, daß sich da der Verkauf eher rechnet. Zumal ganz andere Renditen bei der beabsichtigten Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zu erzielen sind. Sollten diese rd. 10 Jahre länger am Netz bleiben , würde das den Stromkonzernen satte 85 Mrd. EUR Mehreinnahmen bescheren. Damit wären Eigenkapitalrenditen von rd. 20% erzielbar. Da wirkt die Kritik der Atomkraftgegner fast schon kleinlich,oder ?

vgl. hz.a. Wirtschaftswoche vom 24.11.09 und 11.11.09

   

Mittwoch, den 18. November 2009 um 14:40 Uhr

Strom wird 2010 schon wieder teurer

Stromkonzerne drehen erneut an der Preisschraube
 
Unser Partner, die Fa. Verivox, geht davon aus, daß rd. 40 Stromanbieter Anfang 2010 die Strompreise um 5 % für Privat-und Gewerbekunden erhöhen werden. Für einen Privathaushalt mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 4.000 kw/h pro Jahr (u. das ist nicht gerade viel) bedeutet dies eine Mehrbelastung von 46 EUR.  Allerdings haben auch 19 regionale Stromversorger eine Preissenkung angekündigt. Die Platzhirsche Vattenfall, EnBW und EWE gehören jedenfalls nicht dazu. Die Gründe für die Preiserhöhungen wurden u.a. mit steigenen Kosten für erneuerbare Energien und gestiegene Einkaufspreise benannt. Bei Vattenfall haben sich die Kosten für erneuerbare Energien bereits in 2007 angeblich verdoppelt. Unsere Industriemitglieder wird es freuen, da die Börsenstrompreise i.d.R. erheblich unter den Marktpreisen liegen. Falls Sie wechseln möchten, steht Ihnen unser Stromrechner zur Verfügung. Vergleichen Sie mal !
 
vgl. hz.a. WAZ vom 18.11.09
Dienstag, den 17. November 2009 um 10:14 Uhr

RWE kauft Strom lieber billiger an der Strombörse

"lieber günstiger einkaufen als teuer produzieren"

Das scheint das neue RWE-Motto zu sein, um trotz Wirtschaftskrise und Nach-fragerückgangs gute Geschäfte zu machen. Der größte deutsche Stromkonzern hatte seine gesamte Elektrizitätsproduktion für das Jahr 2009 schon vor Beginn der Wirtschafts-krise zu einem späteren Lieferzeitpunkt verkauft. Da vor der Krise der Strompreis deutlich über den aktuellen Börsennotierungen lag, konnte der Konzern mit dem Verkauf einen großen Reibach machen. Finanzvorstand Rolf Pohlig jubelte, die Kunden ärgerten sich.

Das die Strompreise an der Börse weiter gesunken sind, nutzte RWE ebenfalls aus, in dem die Kraftwerke gedrosselt wurden, um Brennstoffkosten zu sparen. Der benötigte Strom wurde lieber billiger an der Börse dazugekauft. Das Kosteneinsparpotential summierte sich daduch auf 170 Mio. EUR, weil durch die Drosselung weniger C02-Zertifikate zum Betrieb der Kraftwerke gekauft werden mußten. Allerdings hat der Konzern die eingesparte Summe nicht an die Aktionäre verteilt, sondern rd. 5000 Arbeitsplätze gesichert. Es handelt sich um die Übernahmeplätze des holländischen Versorgers ESSENT, den RWE aufgekauft hat. Der Betriebsgewinn von RWE ging in 2009 um 4,4  % auf 5,5 Mrd. EUR zurück. Der Umsatz brach um 2 % auf 33,8 Mrd. EUR ein. Der Presse gegenüber versicherte RWE, daß man bis Ende des Jahres die Einbußen wieder aufgeholt haben wird.

vgl. hz.a. WAZ vom 14.11.09     

Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 12:02 Uhr

CDU und FDP wollen eine neue Netz AG

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