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Umweltminister Röttgen depütiert 
CDU-Umweltminister Norbert Röttgen hatte noch im Februar 2010 für einen Ausstieg aus der Atomkraftwerkswirtschaft geworben und erntete dafür auch von der Opposition Anerkennung. Aber auch dieser Ausstieg war schon ein erneuter Kniefall vor der Atomlobby, denn der von Röttgen geforderte Ausstieg sah eine Verlängerung von 8 Jahren vor, obwohl der Ausstieg eine Restlaufzeit für die gefährlichen AKW´s von maximal 32 Jahren für das letzte Atomkraftwerk beschlossene Sache ist. Das atomfreundliche Unionlager konnte nun einen Sabotageerfolg erzielen, indem die Regierung genötigt wurde, ein Szenario zu entwickeln, daß eine Laufzeitverlängerung von 28 Jahren vorsieht. Die Gesamtlaufzeit aller Meiler würde sich dadurch auf 60 Jahre erhöhen. Kein Teilnehmer der CDU-Wirtschaftspolitiker hat im Fraktionsvorstand Partei für Umweltminister Röttgen ergriffen, so Mittelstandspolitiker Michael Fuchs (CDU).
Für die Gegner einer Verlängerung der AKW´s dürfte klar sein, daß sie sich in Zukunft noch vehementer für einen Ausstieg aus der Atomkraft engagieren werden.
vgl.hz.a. focus-online vom 27.04.010 und Hamburger Abendblatt vom 27.03.010 sowie Revierkohle vom 29.03.010

Zuletzt war Kritik am Weltklimarat IPCC laut geworden, nachdem ein führender Forscher in seinem Forschungsbericht 2007 über die Gletscherschmelze im Himalaya falsche Angaben gemacht hatte. Diese sollten angeblich bis 2035 dahinschmelzen. Außderm wurde behauptet, daß die Niederlande mittlerweile 55 % unter dem Meeresspiegel liegen würden. Die Risiken des Klimawandels wurden falsch berechnet. Generalseketrär Ban Ki-Moon hat die Fehler eingeräumt und gelobte Besserung. Jetzt soll dem IPCC ein unabhängiges Gremium von Forschern genauer auf die Finger schauen. Der Generalsekretär legte aber Wert auf die Feststellung, daß die übrigen 3000 Seiten des Klimareports 2007 das Klimaszenario wahrheitsgemäß abgebildet hätten. Der Sprecher des zukünftigen Aufpassergremiums IAC mit Sitz in Amsterdam ist der Niederländer Robbert Dijkgraaf. Das Gremium hat seinen Sitz bei der königlichen Akademie für Kunst und Wissenschaft.
vgl. hz.a. Financial Times Deutschland vom 12.3.2010

Der schwedische Energieversorger Vattenfall hat der Bundes-regierung ein Schnippchen geschlagen. Vattenfall hat sein 9.600 km langes Stromnetz an den belgischen Netzbetreiber Elia und an einen australischen Fond für 810 Mio. EUR verkauft. Über die Stromtrassen werden in Ost-und Norddeutschland rd. 18 Mio. Menschen versorgt. Damit ist Vattenfall einer drohenden Enteignung durch die geplante unabhängige Netz AG des Bundes zuvorgekommen. Die Frage der Netze spielt eine wichtige Rolle im politischen Ringen um mehr Wettbewerb und niedrigere Preise auf den europäischen Energiemärkten. E.ON hatte mit der EU-Kommmission vereinbart, sein Netz ebenfalls abzugeben und sich von Kraftwerkskapazitäten zu trennen. Damit wurde ein langer schwelender Kartellstreit beendet. Mit dem jetzigen Vattenfall-Deal rückt das Ziel, die Stromnetze in eine unabhängige Netz AG zu überführen, in weite Ferne. Der Verkauf hat für die Beschäftigten von Vattenfall aber böse Folgen. Vattenfall will über 1.500 Stellen abbauen. 60 % des deutschen Hochspannungsnetzes befindet sich übrigens mittlerweile in ausländischem Besitz. Von einem Preisverfall wird daher auch in Zukunft nicht die Rede sein können. Die Verbraucher werden ebenfalls nicht entlastet.
vgl. hz.a. Financial Times Deutschland und Revierkohle vom 12.3.2010
Stadtwerke schmieden Anti-Atom-AllianzGegen die geplante Laufzeitverlängerung als auch gegen die Erforschung des Salzstockes Gorleben regt sich vehementer Protest. Nicht nur aus der traditionellen AKW-Bewegung heraus, sondern jetzt auch von Seiten zahlreicher Stadtwerke. 150 Stadtwerke drängen die Bundesregierung, die Laufzeitverlängerung zu stoppen, andernfalls wollen sie geplante Investitionen einfrieren. Die Drohung hat u. U. Gewicht, da die Stadtwerke derzeit rd. 10 % des Stroms in der BRD erzeugen. Der Gesetzgeber müsse, so die Stadwerke in einem Referendum, über strukturelle Markteingriffe nachdenken und die Kernkraftwerksbetreiber dazu verpflichten, alte Kohlekraftwerke in dem Umfang stillzulegen, wie alte AKW´s länger am Netz bleiben. Unterstützung erhalten die Stadtwerke vom Lobby-Verband VKU, in dem 800 Stadtwerke zusammengeschlossen sind. Revierkohle stellt in diesem Zusammenhang klar, daß es keinen Sinn macht, eine Stromerzeugungsart gegen die andere zugunsten eigener Interessen auszustechen. Die Kohle ist strahlungs- und in Zukunft durch CCS-Technologie auch C02-frei. Anders die Atomkraft: die umweltneutrale Entsorgung der Brennstäbe ist seit Jahrzehnten nicht gelöst und stellt für die Menschen eine echte Bedrohung dar. Stadtwerke leisten mit ihren dezentralen Gas-und Bio-Blockheizkraftwerken zwar einen umweltschonenden Beitrag im Rahmen der Klimaverbesserung und der Reduzierung von C02, haben aber nicht die Kapazitäten, den Versorgungsbedarf für die gesamte Bundesrepublik jederzeit sicherstellen zu können. Das können nun einmal nur große Kraftwerke. Und die werden auch in Zukunft auf Kohlebasis Strom produzieren.
vgl. hz. a. Der Spiegel vom 12.3.2010, Revierkohle vom 16.03.2010
Neue Lobby für den Industriestandort Deutschland gefordert
Komischerweise kommt die SPD immer dann auf gute Ideen, wenn sie gerade mal wieder in der Opposition ist. Wir hätten uns gewünscht, daß sie z.B. das Steinkohle-finanzierungsgesetz mit dem Ausstiegsbeschluss für 2018 verhindert hätte. Nun kommt ein neuer Vorstoß zugunsten für die Kohle von SPD-Chef Gabriel. Ein Schuft, wer dabei denkt, es handelt sich um Wahlkampfgetöse vor der bevorstehenden NRW-Landtagswahl. Gabriel hat in diesen Tagen davor gewarnt, Industrieanlagen generell als zu riskant wahrzunehmen und diese aus dem Bauch heraus pauschal abzulehnen. Eine solche angstgeschürte Info-Politik der Medien darf so nicht weitergehen. Das gilt auch für den Bau neuer Kraftwerke, so Gabriel. Der gesellschaftliche Megatrend, daß immer weniger Menschen mit Industrie zu tun haben wollen, sei eine eklatante Fehlentwicklung und könne so nicht weitergehen. Denn schließlich kann in Deutschland Niemand von Forschung und Dienstleistung allein leben. Das Geld, welches in der Industrie verdient wird, wäre es, daß allen die Möglichkeit für die Erschließung der Infrastruktur mit öffentlichen Diensten, Kultur, Schulen und Umweltinvestitionen ermöglichen würde. Um die gesellschaftliche Stimmung zu drehen, so Gabriel, brauche man einen Thinktank, eine Lobby für die Industriegesellschaft. Dazu gehört auch günstigerer Strom für die Industrie.
Revierkohle kann dazu nur sagen: Bravo, Herr Gabriel. Wir kämpfen schon seit über 20 Jahren für den Industriestandort Ruhrpott und bieten börsenorientierten Strom für Industriekunden über unsere Energiebörse an !
vgl. hz. a. WAZ vom 20.02.2010, Der Spiegel, Handelsblatt, Hamburger Abendblatt und Revierkohle vom 24.02.2010
Förderung wird ab 1. Juli um 16 % gekürztRevierkohle kämpft schon lange gegen eine unehrliche Diskussion an, die Subventionen für die Deutsche Steinkohle seien "ein Fass ohne Boden" und daher nutzlos, während die Subventionen für die Solar-und Windkraft-energie sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar wären. Das das eine Mär ist, haben wir schon immer gesagt. Aber lassen wir noch einmal zwei Zahlen sprechen: Die RAG erhielt in 2009 staatliche Beihilfen in Höhe von rd. 2,4 Mrd. EUR. Seit 1997 fallend. Mit diesem Geld wird übrigens u.a. sichergestellt, daß die Lagerstätten zu dem heimischen Energieträger Steinkohle offengehalt-en werden können und damit ein Stück Versorgungssicherheit für alle gewährleistet werden kann. Schließlich sind es unsere Steinkohle-und Braunkohlekraftwerke, die die jederzeitige Versorgungssicherheit garantieren. Das gilt für die Solar-und Windkraftanlagen keineswegs. Trotzdem war es diese Branche, die den Steuerzahler, also Sie und uns, millionenfach geradezu abzockte, denn die meisten Bürger und Bürgerinnen haben davon gar nichts, wenn sie nicht selbst eine Solaranlage oder eine Windkraftanlage nutzen und dadurch in den Genuss einer unverschämt hohen Energieeinspeisevergütung von bis zu 41 Ct. pro Kw/h kommen. Die Versorger sind nämlich per Gesetz verpflichtet, den überschüssigen Strom der regenerativen Energienutzern abzunehmen, ob sie ihn brauchen oder nicht. Das zwingt diese wiederum, die höheren Kosten auf alle Stromverbraucher durch Preiserhöhungen abzuwälzen. Die Betreiber wiederum können sich mit Hilfe des Gesetzgebers einen satten Teil ihrer Investitionen zurückerstatten lassen. Bis 2013 zahlt der Bund an die Solar-und Windkraftanlagenbauer rd. 77 Mrd. EUR an Subventionen. Ohne diese Subventionen würde die Branche kollabieren. Dagegen wirken die Subventionen für die Deutsche Steinkohle geradezu wie Taschengeld, obwohl hier viel mehr auf dem Spiel steht, als "nur" der Verlust von rd. 30.000 Arbeitsplätzen, falls es beim Ausstiegsbeschluss für 2018 bleiben sollte.
Nun hat Gottseidank auch die Bundesregierung diesen Irrsinn bemerkt und kürzt die Subventionen für die Solar-stromförderung ab 1. Juli 2010 um 16 %. Wir sind zwar der Ansicht, daß das viel zu wenig ist, aber immerhin besser als auf Kosten der Steuerzahler weiter so zu machen wie bisher. Bereits Anfang 2010 wurden die Subventionen um 9 % zurückgefahren. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sollen nach dem Willen der CDU keine neuen Solaranlagen installiert werden dürfen. Das wird aber nicht viel bringen, die Kostenlawine wird weiterhin steigen, so aktuelle Berechnungen des Rheinisch Westfälischen Wirtschaftsforschungsinstitutes (RWI) in Essen. Die Belastung für die Stromverbraucher bleibt auch in Zukunft immens, so Manuel Frondel vom RWI. Ursache dafür sei der gewaltige Zubau regenerativer Stromerzeugungsanlagen mit einer Leistung von 3.000 Megawatt. Geplant waren durch die Bundesregierung für 2009 nur 1.300 Megawatt. Trotz dieses Zuwachses liegt der Anteil der Solarenergie gerade einmal bei schlappen 1 %. Die Hersteller planen sogar einen Ausbau auf 5.000 Megawatt. Das würde bedeuten, daß die Zusatzkosten für die Stromverbraucher weiter ansteigen würden. Revierkohle forder daher eine Deckelung des Zubaus und eine weitere Absenkung der Beihilfen. Das RWI möchte das auch und denkt an eine Kürzung auf 1.500 Megawatt pro Jahr. Das würde den Steuerzahler immerhin um 24 Mrd. EUR bis 2013 entlasten.
vgl. hz.a. WAZ vom 18.02.2010 und Revierkohle vom 24.2.2010
vgl. hz. a. Hamburger Abendblatt v. 23.02.2010
Unterirdischer Klimaretter Ketzin Das Geoforschungszentrum in Potsdam hatte Mitte Febr. 250 Fachleute nach Ketzin eingeladen, um über den Stand des Forschungsprojektes "C02-Sink" zu informieren. Die Fachleute waren sich einig, daß es in Zukunft darum gehen muß, die Verbrennung fossiler Energieträger klimaneutral zu verwirklichen. Die technische Möglichkeit hierzu heißt "Carbon-Capture and Storage" (CCS. Bitte lessen Sie hierzu auch unseren ausführlicheren Bericht in unserem neuen Jahrbuch "Revierkohle 2009", welches Sie unter der ISBN 978-3-00-030489-7 erhalten können)
Seit 2008 wird im brandenburgischen Ketzin in einer salzwasserführenden und porösen Sandsteinschicht in rd. 700 m Teufe das klima-schädliche C02 eingelagert. Bisher sind es 30.000 T. Bis zum Ende des Forschungsvorhabens in 2012 will man rd. 90.000 T Kohlenstoffdioxid in Ketzin eingebracht haben. Auf der Tagung wurde u.a. diskutiert, ob sich Geothermie, also die Nutzung von Erdwärme und die gleichzeitige Abscheidung von C02 im Wege stehen könnten, da dummerweise die gleichen Areale in Deutschland für die Nutzung bzw. Endlagerung in Frage kommen. Das ist zum einen das süddeutsche Molassebecken und zum anderen der Oberrheingraben. Die Fachleute verneinten, da C02 in rd. 700-900 m Teufe eingebracht wird, während die Tiefen-Geothermie die Erdwärme in 3000 bis 5000 m Tiefe nutzt. Für die Abscheidung von C02 will man ländliche Regionen mit stabilem und dichtem Deckgebirge wählen, während man die Tiefengeothermie hauptsächlich in Städten einsetzen will. Das C02-Gas darf auch nicht tiefer eingebracht werden, weil es sonst zu warm wird und sich nicht verdichtet. Es wäre aber auch möglich, so Ernst Huenges vom Geoforschungszentrum in Potsdam, im oberen Stockwerk C02 zu entsorgen und viel tiefer Erdwärme anzuzapfen, ohne das C02 austritt. Damit nicht wieder sog. Umweltschützer die segensreiche CCS- Technologie in der Öffentlichkeit als "gefährliches Endlager" - in Analogie zu den tatsächlich gefährlichen Atomendlagerstätten- verunglimpfen, wollen die Experten vor allem den Meeresboden nutzen. Hierzu sollen Pipelines das C02 in rd. 3000 m Tiefe hineinpumpen. Dort verdichtet es sich dann am Meeresboden und kann nicht mehr aufsteigen. Gute Erfahrungen hat man hier im sog. Sleipner-Ölfeld in der Nordsee gemacht. Dort werden seit 1996 jährlich rd. eine Million T C02 hineingepumpt. Die C02-Gaslache breitet sich seither unterirdisch aus und wandert mit einem Meter pro Tag seitwärts. Der Druck im Boden über den Injektionsstelle hat sich erhöht. Dadurch könnten auf längere Sicht haarfeine Risse im Erddeckel entstehen. Eine vollständige Abdichtung ist z.Zt. zu 100 Prozent nicht möglich. Aus diesem Grunde, so die Experten, muß man sich mit Leckagen und deren Beseitigung auseinander-setzen. Das gilt auch für die Geothermie. Am Geothermieprojekt in Basel gab es 2006 ein Erdbeben auf der Richterskala von 3,4. Ausgelöst durch eine Bohrung. Hunderte von Gebäuden wurden dabei beschädigt.
vgl.hz. a. GFZ Potsdam, Handelsblatt vom 19.02.2010 und Revierkohle-Jahrbuch 2009
Unglaublich, aber wahr ! E.ON und RWE planen den Bau neuer Atomkraftwerke
Soeben wurde die Öffentlichkeit mit dem Entsorgungsproblemfall ASSE II und den damit zusammenhängenden Mrd.EUR Kosten konfrontiert, die diese in den nächsten Jahren zahlen darf, da droht die nächste Unvernunft: die Energieoligopolisten RWE und E.ON planen trotz breiter Ablehnung in der Bevölkerung den Bau neuer Kernkraftwerke in England bis 2025. Das erste neue AKW soll als Gemeinschaftsprojekt bereits 2020 ans Netz gehen. Bis 2025 sollen mehrere Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 6.000 Megawatt in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten beziffern die Konzerne auf rd. 16,7 Mrd. EUR. Revierkohle geht davon aus, daß die Herren des Vorstands die Kosten für die Dauerüberwachung, die Dauerproteste und die Dauerentsorgung dabei wahrscheinlich nicht mit berücksichtigt haben. War bisher ja auch nicht nötig, da die industriefreundliche Politik in den letzten Jahrzehnten schließlich immer dafür gesorgt hat, daß der Steuerzahler dafür aufkommt. Ob diese Selbstgefälligkeit und unheilige Allianz auch in den nächsten Jahren bei zunehmender Aufgeklärtheit der Bürgerinnen und Bürger aufrecht erhalten werden kann, bleibt fraglich. Revierkohle plädiert daher für einen sichereren Weg der Versorgung: Erneuerung und Ausbau klimafreundlicher Kohlekraftwerke mit Hilfe der CCS-Technologie, die die C02-freie Verfeuerung fossiler Energien zum Ziel hat sowie den Ausbau regenerativer Energieträger, damit die fossilen Energieträger noch möglichst lange erhalten bleiben. Denn wir wissen nicht, wann die nächste Krise vor der Tür steht!
vgl. hz. a. Spielge online, Hamburger Abendblatt und WAZ vom 06.02.2010
Bis 2012 wollen die EU-Mitgliedstaaten 7 Mrd. EUR in den Klimaschutz stecken. Das Geld soll insbesondere ärmeren Ländern zugute kommen. Deutschland beteiligt sich mit rd. 1 Mrd. EUR an diesem Paket. Das Geld soll u.a. für den Bau von Dämmen eingesetzt werden, um ärmere Länder vor Überschwemmungen zu schützen. Auf dem Kopenhagener Klimaschutzgipfel einigte man sich ferner darauf, die C02-Emmissionen bis 2020 um 30% zu reduzieren. Bedingung ist lt. Bundeskanzlerin Merkel, daß sich die USA zu größeren Klimaschutzzielen verpflichten. Die C02-Emmissionen sollen bis 2050 um 85 % zurückgehen. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, hängt einerseits davon ab, ob die CCS-Technologie, die eine C02-freie Kohleverfeuerung möglich macht, weltweit in ausreichendem Maße zur Verfügung steht und andererseits vom technologischen Fortschritt auf dem Gebiet der regenerativen Energieträger. Desweiteren müssen auch die wirtschaftlichen Interessen der Schwellenländer China und Indien mit berücksichtigt werden. Es wird also wie immer auf einen Kompromiss hinauslaufen.
vgl.hz.a. WAZ vom 11.12.09; Financial Times vom 11.12.09 und Revierkohle vom 13.12.09
Bundesumweltminister plädiert für den Bau neuer Kohlekraftwerke Um die Frage vorweg zu beantworten: leider nicht. Aber die Sachzwänge und die Meinung von Experten lassen den 44 jährigen Röttgen (CDU) offensichtlich sehr vernünftige Worte sagen. Im Deutschlandradio äußerte der Minister die für einen Grünen-Sympathisanten erstaunliche Meinung, daß wir trotz des Klimawandels neue Kohlekraftwerke bauen müssen. Sie seien notwendig, da die alten Anlagen zu viel C02-Emissionen imitierten. Neue Kohlekraftwerke würden nicht nur weniger C02 ausstoßen, sondern sie seien auch bezüglich des Kohleverbrauchs effizienter. Bravo, können wir da nur sagen. Diese Meinung "predigen" wir selbst ja schon seit 25 Jahren. Der Mann hat nicht mehr und nicht weniger erkannt, daß es mittelfristig ohne Kohle bei der Stromversorgung nicht geht. Weniger realistisch ist er dann wieder, wenn er glaubt, daß die Klimaerwärmung ausschließlich ein Problem des weltweit zugegebener Maßen hohen C02-Ausstoßes sei. Daher müßte die Produktion auf Null zurückgefahren werden, um die Klimaerwärmung noch auf 2 Grad begrenzen zu können. Gelingen soll dies durch die ausschließliche Nutzung regenerativer Energien. Und genau daran glauben wir nicht. In den letzten 500 Mio. Jahren hat sich das Klima auf der Erde immer wieder drastisch geändert. Ganze Völker und Tiere sind in der Folge ausgestorben, die sich nicht anpassen konnten. Die Industriealisierung und deren Einfluss auf das Klima findet erst seit rd. 250 Jahren statt. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, zu der Frage, ob die Klimaerwärmung überwiegend durch den C02-Ausstoß zu erklären ist, sind durchaus abweichend, da die Faktoren, die das Klima beeinflussen, vielfältig sind. Sonneneruptionen sind z.B. ein Faktor, die das Klima nachhaltig beeinflussen. Dennoch ist es richtig, den C02-Ausstoß zu begrenzen, da unser fossiler Energieträger kostbar und begrenzt ist. Neue Kraftwerkstechnologien schonen die Ressourcen, weil sie für die Produktion pro Kw-Strom erheblich weniger Kohle benötigen. Und das bedeutet eben auch eine radikale Reduzierung des C02-Ausstoßes.
vgl.hz. Deutschlandradio vom 12.12.09 und Revierkohle vom 13.12.09